Projektinfo

Worum es hier geht

Stellen Sie sich vor, sie kommen im Straßenverkehr an einer Unfallstelle an und finden Verletzte vor, oder die ältere Dame aus der Nachbarwohnung, die Sie heute zum Kaffee eingeladen hat, sackt bei sich im Wohnzimmer wie tot auf dem Sofa zusammen. Was tun Sie?

Sie könnten einen Notruf absetzen, das wäre eine gute Idee.

Was alles passiert dann aber eigentlich nach dem Notruf?

Dem Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer nach dürfte der "normale Mensch" eigentlich kaum etwas über Einsatzkräfte wissen. Manche wissen leider nicht einmal, dass sie sofort Platz zu machen haben, wenn sich Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinhorn nähern. Stattdessen gehören Verkehrsbehinderungen und uneinsichtige Mitmenschen für Einsatzkräfte leider mit zum Alltag. Zusätzlich zu dem ohnehin gesteigerten Unfallrisiko kommen dann vielleicht sogar noch Autofahrer, bei denen man nicht anders kann, als ganz massiv an der Existenz von jeglichem Verstand und Vernunft zu zweifeln, wenn diese noch einmal schnell überholen wollen und dabei nur um weniger als einen Meter fast noch einen Rettungswagen rammen, der mit Sondersignal entgegenkommt. Leider ist das keine ausgedachte Situation, sondern eine real vorgefallene, miterlebt von einem unserer Teammitglieder.

Unser Projekt haben wir auf den Titel "NOTRUF 112 - Bis zum letzten Atemzug" getauft, da wir der Ansicht sind, dass dies am besten widerspiegelt, was wir mit unserer Arbeit erreichen möchten. NOTRUF 112 soll dort ansetzen, wovon der normale Bürger, der einen Notruf absetzt, nicht mehr viel mitbekommt, nämlich die Leitstellendisposition, Alarmierung der Einsatzkräfte, bei Freiwilligen Feuerwehren auch die Fahrt zum Gerätehaus, Anlegen von Einsatzkleidung, Einsatzfahrten (inklusive aller verkehrstechnischen Widrigkeiten) und schließlich auch der Einsatz selbst mit möglichst vielen Facetten. Wir verfolgen mit diesem Projekt keine kommerziellen Interessen sondern arbeiten in unserer Freizeit daran, einerseits weil es uns einfach Spaß macht, andererseits aber auch aus vielleicht etwas idealistischen Gründen. Wir möchten damit vor allem erreichen, dass sich mehr Menschen für die Arbeit der Einsatzkräfte interessieren, und sich vielleicht auch dazu entschließen, sich persönlich in solchen Bereichen zu engagieren. Auch sind einige aus unserem Team schon mehrfach Zeuge von teils schier unglaublichen Fahrmanövern von Autofahrern geworden, die entweder nicht wussten wie sie sich gegenüber einem auf Einsatzfahrt befindlichen Rettungsmittel verhalten sollten, oder aber die Rettungskräfte durch ihre rücksichtslose Fahrweise extrem behinderten oder gar gefährdeten. Viel zu selten werden - unserer Auffassung nach - solche Inhalte auch in Fahrschulen wirklich anschaulich vermittelt, wie manche von uns bereits erfahren mussten.

Somit möchten wir auch diese Aspekte mit in die Simulation einfließen lassen und u.a. vermitteln, dass eine Einsatzfahrt alles andere als eine leichte Übung ist. NOTRUF 112 soll kein einfaches "Actionspiel" sein, sondern eine Simulation mit pädagogischem Charakter werden. Das mag idealistisch klingen, aber darum geht es uns hier.

Unsere Partner

Ohne Hilfe, sei es finanzieller oder aber auch informationstechnischer Art, könnten wir unser ambitioniertes Projekt kaum in Angriff nehmen. Wir danken daher unseren Partnern:

bos-forum.com