Mit keinem anderen Medium erreicht man heute mehr Menschen schneller, als über das Internet und damit den heimischen PC. Im Gegensatz zu schier endlosen Debatten über so genannte "Killerspiele" gibt es auch Menschen (darunter zum Großteil Jugendliche), die sich mit Computerspielen beschäftigen, die von Einsatzkräften und dem Retten von Leben handeln. Eines der bekanntesten Spiele dieser Art dürfte die "Emergency" Reihe von Sixteen Tons Entertainment sein, ein Strategiespiel in 3D-Optik, bei dem der Spieler verschiedene Einsatzkräfte steuern kann und eine Vielzahl von virtuellen Einsätzen meistern muss. Allerdings schaut der Spieler dabei immer von oben auf das Geschehen herab und ist nie ganz "mitten drin". Aus diesem eigentlich nicht unbedingt negativen Umstand entstand schon oft der Wunsch nach einem Computerspiel, bei dem der Spieler wirklich aktiv selbst in die Abläufe eingebunden ist und aus der Ich-Perspektive selbst am Geschehen mitwirken kann. So entstand schließlich die Idee zu diesem Spiel und "NOTRUF 112 - Bis zum letzten Atemzug" (N112BzlA) war geboren. NOTRUF 112 wird ein reines Multiplayerspiel, d.h. eigentlich vielmehr eine interaktive Simulation zum Thema Rettungsdienst und Feuerwehr, bei dem die Spieler unterschiedliche Positionen bzw. Spielerklassen besetzen können. Um eine Spielerklasse zu besetzen, ist von Seiten des Spiels keine besondere spielerische Qualifikation vorausgesetzt, sodass jeder auch einen Notarzt spielen könnte, oder einen Maschinisten, Zugführer o.ä. Bei jedem Spiel gibt es einen Leitstellendisponenten, der mit einer eigens von uns entwickelten Leitstellensoftware das komplette Einsatzgeschehen im Spiel koordinieren und Einsatzkräfte entsprechend disponieren kann, wenn eine Notfallmeldung bei ihm eingeht. Diese Notfallmeldungen und die dazugehörigen Einsatzszenarien und -orte sind auf einer Zufallsbasis dynamisch generiert und damit auch für den Disponenten unvorhersehbar, sodass diese dann auch für ihn zu einer Herausforderung werden. So ist außerdem sichergestellt, dass kein Einsatz genau wie der andere ist und das Spiel abwechslungsreich bleibt. Spieler, die nach Beginn eines Einsatzes dem Spiel beitreten, werden Teil eines Spielerpools, der ab einer gewissen Spielerzahl dann die Auslösung neuer, passender Einsätze ermöglicht. Sind also bereits Spieler bei einem Brandeinsatz im Spiel aktiv und warten im Beobachtermodus mehrere Spieler, können diese bei der Nachforderung von Einsatzkräften herangezogen werden, oder aber z.B. in der Zeit des laufenden Einsatzes bereits einen Rettungsdienst-Einsatz wahrnehmen, und so schon am Spielgeschehen teilnehmen.
Die gesamte Spielumgebung ist auf einer Kartenfläche von insgesamt knapp 400 km² angelegt. Auf dieser finden zwei Inseln an einem fiktiven Ort in der Bundesrepublik Deutschland ihren Platz - sie heißen Mantrup und Nerum und bilden zusammen den Landkreis "Erftheim", der nach der gleichnamigen Kreisstadt mit dem Ortskennzeichen "EFH" benannt ist. Die Stadt Erftheim liegt dabei auf der nördlichen der beiden Inseln (Mantrup) und hat in etwa 8.000 - 9.000 Einwohner. Die Ortschaft St. Eichsröden mit knapp 2.500 Einwohnern ist nach Erftheim die zweitgrößte Ortschaft auf der Karte. Landschaftlich sind beide Inseln recht ländlich gehalten, sodass man viele kleinere Gemeinden und Dörfer findet, kleine Wälder, entlegenere Bauernhöfe, hier und da einen kleinen See und weitere solcher Dinge. Auch einen kleinen Industriehafen und ein dazugehöriges Industriegebiet haben wir geplant, ebenso wie mittlerweile auch eine Bahnstrecke Teil des Konzeptes geworden ist. Topografisch sind die Inseln abwechslungsreich ausgelegt, von Flachland und Stränden bis hin zu sehr hügeligen und schlecht zugänglichen Regionen wird man alles antreffen können - und auch mit den örtlichen Gegebenheiten zurechtkommen müssen. Entsprechend klein sind auch die Freiwilligen Feuerwehren, entsprechend dünn ist in einigen Inselregionen die Abdeckung durch den Rettungsdienst, und entsprechend lang können mitunter auch die Anfahrtswege zu möglichen Einsatzstellen werden, sodass das Spielgeschehen schon früh von den geografischen Eigenschaften der Karte und auch der unterschiedlichen technischen Ausstattung von Feuerwehr und Rettungsdienst bestimmt wird.
An den bisherigen Ausführungen lässt sich bereits erahnen, dass wir Werte wie Teamfähigkeit und Kommunikation besonders in den Vordergrund stellen. Gemeinsam mit anderen Spielern, verbunden über Sprachübertragungssoftware, soll der einzelne Spieler in das virtuelle Einsatzgeschehen eingebunden sein und seine Zusammenarbeit mit den anderen Spielteilnehmern koordinieren, um so im Team Einsatzaufgaben zu bewältigen. Dabei steht auch die Koordination der eigenen Aktionen mit der Rettungsleitstelle im Vordergrund, die z.B. entsprechend der BOS-Vorschriften ablaufen kann und so eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit bietet. Die Einsatzszenarien sind dabei sehr vielfältig, von kleinen Hilfeleistungseinsätzen bis hin zu schweren Verkehrsunfällen oder Wohnungsbränden etc. Die Spieler können sich also bei Bränden beispielsweise mit dem Innenangriff und der Menschenrettung unter Atemschutz konfrontiert sehen, oder im Rettungsdienst mit der präklinischen Versorgung von Notfallpatienten samt erforderlicher Maßnahmen bis hin zur Reanimation - natürlich stets unter der Prämisse, dass die im Spiel erworbenen Grundkenntnisse keinesfalls eine echte Ausbildung ersetzen können. |  |
Ohne Hilfe, sei es finanzieller oder aber auch informationstechnischer Art, könnten wir unser ambitioniertes Projekt kaum
in Angriff nehmen. Wir danken daher unseren Partnern:

|